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Finanzbegriff des Monats: Bonität und Kreditwürdigkeit

16.07.2019

Einmal im Monat stellen wir unseren „Finanzbegriff des Monats“ vor. Unser Ziel ist es, Ihnen als Leser grundlegende Begriffe und Abläufe der Finanzbranche fundiert und verständlich näherzubringen. Diesen Monat richten wir unseren Blick auf die Begriffe „Bonität“ und „Kreditwürdigkeit“.

Um die Bonität bzw. Kreditwürdigkeit ranken sich viele Mythen. Von negativen Schufa-Auskünften bis hin zu verweigerten Verträgen oder Krediten halten sich viele Gerüchte hartnäckig in den Köpfen vieler Deutscher. Grund genug für die Sberbank Direct in unserer regelmäßigen Reihe „Finanzbegriff des Monats“ nun endgültig damit aufzuräumen. Wir erklären Ihnen, was es wirklich mit den Begriffen Bonität und Kreditwürdigkeit auf sich hat und wie Sie Ihren Score positiv beeinflussen können.



Was bedeutet Bonität?


Die Begriffe Bonität und Kreditwürdigkeit haben im Grunde dieselbe Bedeutung. Laut Wirtschaftslexikon stehen sie für die „prognostizierte Eigenschaft eines Schuldners, zukünftige Zahlungsverpflichtungen vollständig und fristgerecht erfüllen zu können und zu wollen“. Vereinfacht gesagt verrät die Bonität einer Privatperson oder eines Unternehmens also die Wahrscheinlichkeit, mit der sie zukünftige Raten oder Rechnungen bezahlt. Wenn Ihnen eine hohe Bonität bescheinigt wird, steht das für ein geringes Ausfallrisiko Ihrer Zahlungsfähigkeit.


Wer interessiert sich für Ihre Bonität?

Ihre Bonität ist für alle Unternehmen oder Banken interessant, bei denen Sie sich Geld leihen oder einen langfristigen Vertrag unterzeichnen. Ein klassisches Beispiel ist die Kreditaufnahme bei Banken. Um sicherzustellen, dass Sie die fälligen Ratenzahlungen auch stemmen können, holen die Banken eine Bonitätsprüfung ein. Dieses Verfahren wird auch beim Sofortkredit der Sberbank Direct angewandt. Doch keine Sorge, Sie müssen sich nicht selbst darum kümmern. Stattdessen wendet sich die Sberbank Direct direkt an die zuständige Auskunftei.

 

Weitere gängige Beispiele sind Leasinggeschäfte beim Autokauf, ein neuer Vertragsabschluss bei einem Energieversorger oder Mobilfunkanbieter sowie die Miete einer neuen Wohnung. Vereinzelt können auch Onlineshops Ihre Bonität abfragen. Das ist normalerweise dann der Fall, wenn Sie auf Rechnung oder Raten bestellen.


Wer prüft die Bonität der Deutschen?

Die bekannteste deutsche Auskunftei ist die Schufa. Wir widmeten ihr vor wenigen Wochen bereits einen eigenen Beitrag. Entgegen dem gängigen Vorurteil handelt es sich dabei allerdings nicht um eine öffentliche Behörde. Stattdessen wird sie privatrechtlich betrieben. Das Prinzip ist einfach: Unternehmen übermitteln die Daten ihrer Kunden an die Schufa und erhalten im Gegenzug die gesammelten und ausgewerteten Auskünfte ihrer Zahlungsbereitschaft. Die Schufa bewertet dabei nicht nur Privatpersonen, sondern auch Unternehmen. Neben der Schufa gibt es noch weitere Auskunfteien in Deutschland, die alle nach demselben Muster arbeiten.

 

Übrigens: Seit 2010 ist es gesetzlich verankert, dass Sie einmal im Jahr das Recht darauf haben, sich kostenlos eigene Bonität zu prüfen.


Wie kann ich meine Bonität beeinflussen?


Wie die jeweiligen Auskunfteien Ihre Daten zu einem Score zusammenrechnen, bleibt ihr Firmengeheimnis. Unbestritten ist jedoch, welche Datensätze zur Berechnung verwendet werden. Dazu zählen:

  • Ehemaliges Zahlungsverhalten
  • Mögliche Inkassodaten
  • Gerichtsinformationen
  • Bestehende Verpflichtungen (Kredite, Konten)


Ihr Score berechnet sich anhand dieser Daten immer wieder neu. Das bedeutet auch, dass Sie ein Negativeintrag nicht auf unbestimmte Zeit verfolgen kann. In der Regel werden Einträge nach drei Jahren automatisch gelöscht. Bei geringen Beträgen unter 1.000 Euro besteht zudem die Möglichkeit, einen Eintrag nach Zahlung löschen zu lassen.

 

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