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Das Wichtigste in Kürze
- Wann Schufa-Einträge gelöscht werden, hängt von der Art des Eintrags ab, die Fristen laufen heute in der Regel taggenau.
- Kreditanfragen werden nach zwölf Monaten gelöscht, Daten zu Krediten einige Zeit nach der Rückzahlung, häufig nach drei Jahren.
- Erledigte negative Einträge werden in vielen Fällen drei Jahre nach der Erledigung gelöscht, unter bestimmten Bedingungen früher.
- Offene Forderungen bleiben gespeichert, bis sie bezahlt sind, erst dann beginnt die Frist.
- Falsche Einträge müssen sofort gelöscht werden, dafür brauchen Sie keinen kostenpflichtigen Dienst.
Wann Schufa-Einträge gelöscht werden, hängt von ihrer Art ab: Kreditanfragen verschwinden nach zwölf Monaten, Daten zu Krediten einige Zeit nach der Rückzahlung, und erledigte negative Einträge werden in vielen Fällen drei Jahre nach der Erledigung gelöscht. Offene Forderungen bleiben gespeichert, bis Sie sie bezahlt haben. Die Fristen laufen heute in der Regel taggenau, nicht mehr bis zum Jahresende. Falsche Einträge müssen dagegen sofort entfernt werden. Hier beantragen Sie einen Kredit trotz Schufa-Eintrag direkt über uns.
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Wann werden Schufa-Einträge gelöscht? Die Grundregeln
Die Schufa darf Daten nur so lange speichern, wie sie für die Beurteilung der Kreditwürdigkeit nötig sind. Die Fristen ergeben sich aus der Datenschutz-Grundverordnung und aus Verhaltensregeln, die sich die Auskunfteien gegeben haben und die von der Datenschutzaufsicht geprüft wurden. Nach Ablauf der Frist werden die Daten automatisch gelöscht. Einen Antrag müssen Sie dafür nicht stellen.
Drei Regeln helfen beim Verständnis:
- Jede Art von Eintrag hat eigene Fristen. Eine Anfrage wird anders behandelt als ein Kredit oder eine Zahlungsstörung.
- Bei Zahlungsstörungen zählt die Erledigung. Die Löschfrist beginnt erst, wenn die Forderung bezahlt ist und der Gläubiger das gemeldet hat.
- Taggenau statt Jahresende. Früher wurde vieles erst zum Ende eines Kalenderjahres gelöscht. Heute endet die Speicherung in der Regel genau mit Ablauf der Frist.
Wann werden Anfragen gelöscht?
Fragt ein Unternehmen bei der Schufa an, wird das gespeichert. Kreditanfragen werden nach zwölf Monaten gelöscht. Viele echte Kreditanfragen in kurzer Zeit können sich ungünstig auswirken. Anfragen nach Kreditkonditionen, wie sie beim Vergleich üblich sind, haben dagegen keinen Einfluss auf den Score. Auch Ihre eigene Datenkopie wirkt sich nicht auf den Score aus.
Löschfristen für Kredite, Girokonten und Verträge
Girokonten und Kreditkarten: Die Daten bleiben gespeichert, solange der Vertrag besteht, und werden nach dem Ende des Vertrags gelöscht.
Ratenkredite und Baufinanzierungen: Sie bleiben während der Laufzeit gespeichert und auch nach der Rückzahlung noch einige Zeit, häufig drei Jahre. Ein pünktlich bezahlter Kredit ist kein Nachteil, er zeigt Ihre Zuverlässigkeit.
Handyverträge und Versandhandel: Wird ein Kundenkonto oder ein Vertrag gemeldet, gelten ähnliche Regeln. Ohne Zahlungsstörung sind diese Einträge unproblematisch.
Personendaten: Name, Geburtsdatum und Anschriften bleiben gespeichert, solange sie für die übrigen Daten gebraucht werden. Frühere Adressen helfen, Verwechslungen zu vermeiden.
Wann werden negative Schufa-Einträge gelöscht?
Für Zahlungsstörungen gelten diese Regeln:
- Unbezahlte Rechnungen, die erledigt sind: in vielen Fällen drei Jahre nach dem Tag der Erledigung. Unter bestimmten Bedingungen ist eine frühere Löschung möglich.
- Offene Forderungen: Sie bleiben gespeichert, solange sie nicht bezahlt sind.
- Titulierte Forderungen aus Urteil oder Vollstreckungsbescheid: nach Bezahlung in der Regel ebenfalls drei Jahre nach Erledigung.
- Einträge aus dem Schuldnerverzeichnis: in der Regel nach drei Jahren. Ist die Forderung vorher bezahlt, können Sie beim Vollstreckungsgericht die vorzeitige Löschung beantragen. Dann muss auch die Schufa löschen.
- Restschuldbefreiung: Die Information über eine erteilte Restschuldbefreiung speichert die Schufa seit 2023 nur noch sechs Monate.
Beispiel: Sie bezahlen eine offene Forderung am 10. Juni 2026, und der Gläubiger meldet die Erledigung. Gilt die übliche Frist von drei Jahren, wird der Eintrag am 10. Juni 2029 gelöscht. Bis dahin steht er als erledigt in Ihrer Auskunft und wiegt deutlich leichter als ein offener Eintrag.
Übersicht der Löschfristen
| Art des Eintrags | Übliche Frist | Beginn |
|---|---|---|
| Kreditanfrage | zwölf Monate | Tag der Anfrage |
| Girokonto, Kreditkarte | bis zum Vertragsende | Bestand des Vertrags |
| Ratenkredit | einige Zeit nach Rückzahlung, häufig drei Jahre | Tag der Rückzahlung |
| Erledigte Forderung | in vielen Fällen drei Jahre, teils früher | Tag der Erledigung |
| Offene Forderung | bis zur Bezahlung | keine Frist ohne Erledigung |
| Schuldnerverzeichnis | in der Regel drei Jahre | Eintragung, früher bei gerichtlicher Löschung |
| Restschuldbefreiung | sechs Monate | Erteilung |
Die Angaben sind übliche Fristen. Was im Einzelfall gilt und welche Daten über Sie gespeichert sind, sehen Sie in Ihrer Schufa-Auskunft.
So können Sie die Löschung Ihrer Einträge erreichen
Richtige Einträge verschwinden von selbst, falsche müssen Sie melden. So gehen Sie vor:
- Datenkopie anfordern. Nach Art. 15 DSGVO erhalten Sie sie kostenlos direkt bei der Schufa.
- Fristen prüfen. Steht ein Eintrag noch, obwohl die Frist abgelaufen ist? Ist eine bezahlte Forderung als erledigt vermerkt?
- Fehler melden. Schreiben Sie der Schufa und dem meldenden Unternehmen, legen Sie Nachweise bei und verlangen Sie Löschung nach Art. 17 DSGVO.
- Erledigung melden lassen. Bitten Sie Gläubiger, die Zahlung an die Schufa zu melden.
- Bei Bedarf Beschwerde einlegen. Bleibt die Löschung aus, helfen der Ombudsmann der Schufa oder die Datenschutzaufsicht.
Was Sie bei einem berechtigten negativen Schufa-Eintrag tun können, um Ihre Lage zu verbessern, lesen Sie auf einer eigenen Seite. Vorsicht bei Firmen, die gegen Gebühr eine vorzeitige Löschung richtiger Einträge versprechen. Das kann niemand leisten.
Warum die Löschung für Ihre Bonität wichtig ist
Gelöschte Einträge fließen nicht mehr in den Score ein. Wer die Löschung eines alten Eintrags abwartet und danach alle Verträge pünktlich bedient, hat oft wieder deutlich bessere Chancen auf:
- Kredite zu normalen Konditionen,
- Ratenkauf und Kauf auf Rechnung,
- Mobilfunkverträge mit Gerät,
- Mietwohnungen, bei denen Vermieter einen Bonitätsnachweis verlangen.
Planen Sie größere Anträge deshalb, wenn möglich, nach dem Löschtermin.
Häufige Fragen dazu, wann Schufa-Einträge gelöscht werden
Was genau ist die Schufa und warum speichert sie Daten?
Die Schufa ist eine private Auskunftei. Sie speichert Daten zu Konten, Krediten und Zahlungsstörungen, damit Unternehmen das Ausfallrisiko einschätzen können. Dafür darf sie die Daten nur so lange speichern, wie es nötig ist.
Kann ich meine Schufa-Daten selbst löschen lassen?
Richtige Daten nicht vorzeitig, sie werden nach Ablauf der Fristen automatisch gelöscht. Falsche Daten müssen auf Ihre Meldung hin berichtigt oder gelöscht werden. Dafür brauchen Sie keinen Dienstleister.
Wie lange dauert es, bis ein Eintrag nach der Tilgung gelöscht wird?
Bei einer erledigten Forderung in vielen Fällen drei Jahre nach dem Tag der Erledigung, unter bestimmten Bedingungen früher. Bei einem normal zurückgezahlten Kredit bleibt der Eintrag häufig ebenfalls noch drei Jahre sichtbar.
Was passiert, wenn ein Schufa-Eintrag zu Unrecht gespeichert ist?
Dann haben Sie Anspruch auf Berichtigung oder Löschung. Melden Sie den Fehler mit Nachweisen der Schufa und dem meldenden Unternehmen. Bis zur Klärung kann der Eintrag gesperrt werden.
Beeinflussen Anfragen bei verschiedenen Banken meinen Schufa-Score negativ?
Anfragen nach Kreditkonditionen nicht. Echte Kreditanfragen werden zwölf Monate gespeichert, und viele davon in kurzer Zeit können ungünstig wirken. Bitten Sie beim Vergleich ausdrücklich um eine Konditionsanfrage.
Wie oft kann ich meine kostenlose Schufa-Selbstauskunft beantragen?
Die Datenkopie nach Art. 15 DSGVO ist kostenlos. Für weitere Kopien darf grundsätzlich ein angemessenes Entgelt verlangt werden. Viele fordern sie einmal im Jahr und vor wichtigen Anträgen an.
Wo kann ich eine Auskunft beantragen, um meine Einträge zu prüfen?
Direkt bei der Schufa, online oder per Post. Die Datenkopie ist kostenlos, kostenpflichtige Produkte brauchen Sie dafür nicht. Prüfen Sie die Einträge anschließend selbst oder mit einer Verbraucherzentrale.






