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Wie sicher ist die biometrische Nutzererkennung?

03.03.2020

Online-Sicherheit und der Schutz von sensiblen Daten im Netz sind ein wichtiges Thema für jeden User. Besonders im Online Banking würden einige Nutzer ihre Identität lieber mit ihrem Fingerabdruck nachweisen als mit einem normalen Passwort.

Trotzdem herrscht unter ihnen auch weiterhin die Unsicherheit, ob sie Iris-Scan und Co wirklich bedenkenlos nutzen können. In diesem Artikel erfahren Sie, was biometrische Verfahren sind, welche Vorteile sie bieten und was sie für Nachteile gegenüber herkömmlichen Authentifizierungen haben.

Was sind biometrische Authentifizierungsverfahren?


In der digitalen Welt haben sich verschiedene Verfahren zur Authentifizierung von Nutzern durchgesetzt. Sie alle dienen dem Nachweis der eigenen Identität, damit kein Unbefugter Zugriff auf persönliche Daten bekommt. Man kann Authentifizierungen in drei Gruppen gliedern:


1. Identifikation über Informationen, die nur Sie haben, z.B. klassische Passwörter und Codes

2. Identifikation über Dinge, die Sie besitzen, z.B. Gegenstände, die nur Sie besitzen. Dazu gehören unter anderem ein Mobiltelefon zur Verifizierung per SMS-Code oder eine Bankkarte.

3. Identifikation über einzigartige persönliche Merkmale, z.B. Fingerabdrücke, die Iris Ihres Auges, Ihr Gesicht, aber auch Herzschlag und Stimme.

Da beispielsweise Fingerabdrücke und Iris einzigartig sind, können sie zur eindeutigen Zuordnung verwendet werden. Sie können unter dem Gesamtbegriff „Biometrie“ zusammengefasst werden.

Das Wort „Biometrie“ setzt sich aus den Begriffen „bios“ (Leben) und „metrein“ (messen) zusammen. Biometrische Authentifizierungsverfahren kann man also auch als „Authentifizierung durch Körpermessung“ bezeichnen. Dazu gehören unter anderem Merkmale im Gesicht oder an den Händen, aber auch verhaltensbedingte Attribute wie die Stimme oder Lippenbewegungen.

Voraussetzung für jedes biometrische Erkennungsverfahren ist, dass die Technik exakt genug arbeitet. Bekannte und weit verbreitete biometrische Verfahren sind der Fingerabdrucksensor in Smartphones oder die Gesichtserkennung bei Laptops.

Vorteile von Fingerabdrücken u. Co. zur Nutzerauthentifizierung


Die sogenannte „Biometrie“ bietet einige beachtliche Vorteile:

+ hohe Fälschungssicherheit

Das Kopieren eines Passwortes ist für Fremde verhältnismäßig einfach. Das Fälschen eines Fingerabdruckes fällt dagegen nicht so leicht und die Fälschung einer Iris ist noch schwieriger, denn die Struktur körperlicher Faktoren ist dazu zu komplex.

+ kein (Gültigkeits-)Verlust

Gehören Sie zu den Personen, die sich Passwörter aufschreiben müssen oder für jeden Account das gleiche setzen, um es nicht zu vergessen? Dann bringen biometrische Verfahren einen weiteren großen Vorteil: Sie können Ihre persönlichen Merkmale (im Normalfall) nicht verlieren, vergessen oder an andere Personen weitergeben. Außerdem müssen Sie dadurch nicht mehr regelmäßig Ihre Passwörter ändern.

Risiken und Nachteile biometrischer Verfahren


Auf der anderen Seite birgt die Biometrie auch Risiken, die keinesfalls vernachlässigt werden sollten:

­- Mangelnder Schutz der Identität

Biometrische Daten werden als sehr persönlich empfunden und schon die Registrierung eines Fingerabdrucks kann als Eingriff in die Privatsphäre wahrgenommen werden.

­- Probleme im Alltag

In der praktischen Anwendung treten häufiger Probleme auf, wenn die biometrischen Merkmale durch Verletzungen, z.B. einem Schnitt an der Fingerkuppe gestört sind. Schwielen, Blasen oder Schnitte können ein Gerät zur Erkennung des Fingerabdrucks vor echte Schwierigkeiten stellen.

- Fälschungssicherheit

Obwohl es nicht leicht ist, so ist es nicht unmöglich, biometrische Daten zu „stehlen“. Ein großer Nachteil von Fingerabdrücken ist, dass wir sie überall hinterlassen. Bei biometrischen Sensoren gibt es noch immer eine geringe Falschakzeptanzrate - also einen Anteil an fälschlich akzeptierten Zugriffen.

- Veränderung oder Zurücksetzen der Daten ist kaum möglich

Besteht der Verdacht, dass ein Account gehackt wurde, ist das Zurücksetzen biometrischer Merkmale nicht so leicht, wie das eines Passwortes. Der Reset eines Fingerabdrucks ist nicht unmöglich, aber sehr kompliziert. Andere biometrische Daten, wie beispielsweise Netzhaut, EKG-Muster oder Blutgefäßmuster, sind noch schwieriger zu ändern.

Fazit: Biometrie im Banking


Biometrische Daten als Schutz Ihres Bankkontos sind eine komfortable Ergänzung zum klassischen PIN oder Passwort. Der größte Vorteil ist sicher, dass man sie nicht verlieren kann und biometrische Merkmale nur schwer gefälscht werden können. Es ist dennoch zu empfehlen, dass Sie sich gut überlegen, welche Zugriffe Sie mit biometrischen Daten sichern.

Da sich das System der Nutzererkennung rasend schnell weiterentwickelt und die Forschung mit Hochdruck daran arbeitet „Kinderkrankheiten“ in der Biometrie zu beheben, wird dieses Verfahren in den nächsten Jahren voraussichtlich noch häufiger zum Einsatz kommen. Die Nachfrage steigt definitiv immer weiter an und der Markt steht für den flächendeckenden Einsatz von Iris-Scan und Co in den Startlöchern.

Doch ganz egal, welches Verfahren Sie für den Schutz Ihrer sensiblen Daten nutzen: Gehen Sie nicht sorglos mit persönlichen Informationen um und geben Sie wichtige Zugangsdaten nicht an andere Personen weiter. Auch wir werden Sie nie dazu auffordern, uns Ihr Passwort mitzuteilen.

Entdecken Sie hier die 7 wichtigsten Sicherheitstipps fürs Online Banking.

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