Welche Bank meldet ein Konto nicht an die Schufa?

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Das Wichtigste in Kürze

  • Die meisten Banken in Deutschland sind Schufa-Vertragspartner und melden ein neues Girokonto.
  • Konten ohne Schufa-Meldung gibt es vor allem bei Banken im Ausland und bei Anbietern von Guthabenkonten.
  • Ein normal geführtes Girokonto schadet Ihrem Schufa-Score in der Regel nicht.
  • Bei negativer Schufa ist das Basiskonto oft der bessere Weg, denn darauf haben Sie einen gesetzlichen Anspruch.
  • Auch ohne Schufa-Meldung prüft jede Bank Ihre Identität und meist auch Ihre Angaben.

Welche Bank meldet ein Konto nicht an die Schufa? Das sind vor allem Banken mit Sitz im Ausland, die keine Vertragspartner der Schufa sind, sowie Anbieter reiner Guthaben- oder Prepaid-Konten. Fast alle Banken und Sparkassen in Deutschland fragen dagegen bei der Kontoeröffnung bei der Schufa an und melden das Konto dorthin. Das ist aber selten ein Problem: Ein normal geführtes Girokonto wirkt sich auf Ihren Score kaum aus. Wichtiger ist die Frage, warum Sie ein Konto ohne Schufa suchen, denn davon hängt die beste Lösung ab.

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Welche Bank meldet ein Konto nicht an die Schufa?

Eine verlässliche Liste aller Banken, die ein Girokonto nicht melden, gibt es nicht. Ob eine Bank mit der Schufa zusammenarbeitet, entscheidet sie selbst, und das kann sich ändern. Grob lassen sich drei Gruppen unterscheiden:

  • Banken und Sparkassen in Deutschland: Sie sind in der Regel Vertragspartner der Schufa. Bei der Kontoeröffnung stellen sie eine Anfrage und melden danach das bestehende Konto.
  • Banken mit Sitz im Ausland: Manche Banken, etwa in anderen EU-Staaten oder in der Schweiz und Liechtenstein, arbeiten nicht mit der Schufa zusammen. Konten dort tauchen in Ihrer Schufa dann nicht auf.
  • Guthaben- und Prepaid-Konten: Einige Zahlungsdienstleister bieten Konten ohne Dispo an, die nur mit Guthaben funktionieren. Viele verzichten auf eine Schufa-Abfrage und eine Meldung.

Ob eine bestimmte Bank meldet, sehen Sie in ihren Datenschutzhinweisen oder in der sogenannten Schufa-Klausel, die Sie bei der Kontoeröffnung unterschreiben oder bestätigen. Fehlt diese Klausel, findet in der Regel weder eine Anfrage noch eine Meldung statt.

Was die Schufa über Ihr Girokonto speichert

Viele Menschen fürchten, dass ein neues Konto ihren Score verschlechtert. Dabei hilft es, zwei Dinge auseinanderzuhalten.

Die Anfrage: Bei der Eröffnung fragt die Bank Ihre Daten bei der Schufa ab. Diese Anfrage wird gespeichert und nach zwölf Monaten gelöscht. Eine Anfrage für ein Girokonto ist kein negatives Merkmal.

Die Meldung: Nach der Eröffnung meldet die Bank, dass Sie ein Girokonto führen. Dieser Eintrag ist neutral bis positiv. Ein Konto, das Sie seit Jahren ohne Probleme führen, zeigt Kreditgebern, dass Sie eine stabile Bankverbindung haben.

Negativ wird es erst, wenn etwas schiefläuft, zum Beispiel wenn die Bank das Konto wegen dauerhaft unausgeglichener Überziehung kündigt und eine Forderung offen bleibt. Wer sehr viele Konten in kurzer Zeit eröffnet, kann bei Kreditgebern ebenfalls Fragen aufwerfen. Ein einzelnes neues Konto ist dagegen unauffällig.

Was genau über Sie gespeichert ist, sehen Sie in Ihrer SCHUFA-Auskunft. Die Datenkopie nach Art. 15 DSGVO ist kostenlos.

Kontoarten im Vergleich: Welche Bank meldet ein Konto nicht an die Schufa?

Die folgende Übersicht zeigt, welche Kontoarten in der Regel gemeldet werden und für wen sie sich eignen. Die genauen Bedingungen legt jede Bank selbst fest.

KontoartSchufa-AbfrageMeldung an die SchufaGeeignet für
Girokonto bei einer deutschen Bankin der Regel jain der Regel jadie meisten Verbraucher
Basiskontooft jaoft jaMenschen mit negativer Schufa, ohne festen Wohnsitz oder mit Ablehnungen
Konto bei einer Bank im Auslandoft neinoft neinwer ein Konto ohne Schufa-Eintrag möchte
Guthaben- oder Prepaid-Kontooft neinoft neinwer nur mit Guthaben zahlen möchte
Pfändungsschutzkonto (P-Konto)keine neue Eröffnung nötignur eingeschränktMenschen mit Kontopfändung

Beim P-Konto gilt eine Besonderheit: Die Information, dass Sie ein P-Konto führen, darf nur genutzt werden, um sicherzustellen, dass Sie nicht mehrere P-Konten haben. In die Bonitätsbewertung soll sie nicht einfließen.

Konto ohne Schufa bei negativer Schufa: das Basiskonto

Suchen Sie ein Konto ohne Schufa, weil Ihre Einträge negativ sind und Banken Sie abgelehnt haben, ist das Basiskonto oft der bessere Weg. Seit 2016 hat jeder Verbraucher mit rechtmäßigem Aufenthalt in der EU nach dem Zahlungskontengesetz Anspruch auf ein Basiskonto. Das gilt auch für Menschen ohne festen Wohnsitz und für Asylsuchende.

Eine Bank darf ein Basiskonto nicht allein wegen negativer Schufa-Einträge ablehnen. Sie fragt zwar häufig bei der Schufa an, aber das Ergebnis ist kein Ablehnungsgrund. Ablehnen darf sie nur in gesetzlich geregelten Fällen, etwa wenn Sie schon ein Zahlungskonto in Deutschland haben, das Sie tatsächlich nutzen können.

Das Basiskonto bietet die wichtigsten Funktionen: Überweisungen, Lastschriften, Daueraufträge, Ein- und Auszahlungen und eine Zahlungskarte. Einen Dispo muss die Bank nicht einräumen. Die Gebühren müssen angemessen sein. Lehnt eine Bank Ihren Antrag ab, können Sie sich an die Finanzaufsicht BaFin wenden.

Worauf Sie bei einem Konto ohne Schufa-Meldung achten sollten

Ein Konto, das nicht an die Schufa gemeldet wird, kann sinnvoll sein. Prüfen Sie vor der Eröffnung aber diese Punkte:

  • Kosten: Konten ohne Schufa sind nicht immer günstig. Achten Sie auf Kontoführungsgebühren, Kartengebühren und Kosten für Bargeld.
  • Einlagensicherung: Bei Banken in der EU sind Einlagen bis 100.000 Euro je Kunde und Bank gesetzlich gesichert. Bei E-Geld-Instituten gilt diese Einlagensicherung nicht; Ihr Guthaben wird dort auf andere Weise geschützt.
  • IBAN aus dem Ausland: Konten mit ausländischer IBAN aus dem SEPA-Raum müssen Arbeitgeber, Vermieter und Behörden für Überweisungen und Lastschriften akzeptieren. In der Praxis klappt das nicht immer reibungslos.
  • Funktionen: Prüfen Sie, ob Lastschriften, Daueraufträge und Bargeldabhebungen möglich sind.
  • Seriosität: Zahlen Sie keine Gebühren im Voraus an Vermittler, die Ihnen ein Konto oder einen Kredit „ohne Schufa“ versprechen. Seriöse Banken eröffnen Konten direkt.

Ein Konto ohne Schufa-Meldung verbessert Ihre Bonität übrigens nicht. Bestehende negative Einträge bleiben bestehen, bis die Speicherfrist abläuft oder Sie sie löschen lassen.

So eröffnen Sie Ihr Girokonto Schritt für Schritt

  1. Ziel klären. Wollen Sie Ihren Score schonen, Ihre Daten schützen oder trotz negativer Einträge ein Konto bekommen? Davon hängt die Kontoart ab.
  2. Schufa-Auskunft prüfen. Falsche oder veraltete Einträge können Sie berichtigen oder löschen lassen. Danach klappt vielleicht ein normales Konto.
  3. Kontoart wählen. Normales Girokonto, Basiskonto, Konto im Ausland oder Guthabenkonto.
  4. Bedingungen lesen. Achten Sie auf die Schufa-Klausel, die Gebühren und die Einlagensicherung.
  5. Antrag stellen und Identität bestätigen. Das geht meist online mit Video-Ident oder in einer Filiale. Ausweis oder Pass sind immer nötig, denn Banken müssen Ihre Identität nach dem Geldwäschegesetz prüfen.
  6. Konto einrichten. Teilen Sie Arbeitgeber, Vermieter und Vertragspartnern die neue Bankverbindung mit.

Brauchen Sie neben dem Konto auch einen Kredit, können Sie über unser Online-Antragsformular unverbindlich Angebote anfragen. Über den Kredit entscheidet der jeweilige Kreditgeber nach eigener Prüfung.

Häufige Fragen zu Konten ohne Schufa-Meldung

Welche Banken melden ein Girokonto generell nicht an die Schufa?

Vor allem Banken mit Sitz im Ausland, die keine Schufa-Vertragspartner sind, und manche Anbieter von Guthabenkonten. Banken und Sparkassen in Deutschland melden Girokonten in der Regel. Ob eine Bank meldet, steht in ihren Bedingungen und Datenschutzhinweisen.

Ist die Eröffnung eines Girokontos komplett ohne Schufa-Abfrage möglich?

Ja, bei Banken, die nicht mit der Schufa zusammenarbeiten. Eine Identitätsprüfung findet aber immer statt, denn sie ist gesetzlich vorgeschrieben. Manche Anbieter prüfen außerdem Ihre Angaben oder fragen bei anderen Auskunfteien an.

Welche Vorteile habe ich, wenn mein Girokonto nicht an die Schufa gemeldet wird?

Das Konto taucht in Ihrer Schufa-Auskunft nicht auf, und es gibt keine Anfrage. Für Ihren Score ist der Vorteil meist gering, weil ein normales Girokonto ihn kaum beeinflusst. Wichtiger ist oft, dass Sie überhaupt ein Konto bekommen.

Bedeutet ein Konto ohne Schufa-Meldung, dass die Bank meine Bonität nicht prüft?

Nicht unbedingt. Bei reinen Guthabenkonten ohne Dispo verzichten viele Anbieter auf eine Bonitätsprüfung, weil sie kein Kreditrisiko tragen. Banken mit Dispo oder Kreditkarte prüfen dagegen auch ohne Schufa, etwa anhand Ihres Einkommens.

Ist ein Konto ohne Schufa sicher?

Das hängt vom Anbieter ab. Bei Banken in der EU sind Einlagen bis 100.000 Euro gesetzlich gesichert. Prüfen Sie, ob der Anbieter eine Banklizenz hat oder ein E-Geld-Institut ist, und meiden Sie Vermittler, die Vorkosten verlangen.

Welche Konditionen gelten für ein Girokonto ohne Schufa-Meldung?

Das legt jede Bank selbst fest. Die Gebühren finden Sie im Preis- und Leistungsverzeichnis des Anbieters. Vergleichen Sie Kontoführung, Karte, Bargeldabhebungen und Kosten für Überweisungen.

Kann ich auch mit negativer Schufa ein Konto in Deutschland eröffnen?

Ja, über das Basiskonto. Auf dieses Konto haben Verbraucher mit rechtmäßigem Aufenthalt in der EU einen gesetzlichen Anspruch, und negative Schufa-Einträge sind kein Ablehnungsgrund. Lehnt eine Bank trotzdem ab, können Sie sich bei der BaFin beschweren.