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Das Wichtigste in Kürze
- Ein Guthabenkonto ohne Schufa ist ein Konto, das nur über eingezahltes Geld verfügt und deshalb keinen Dispo und kein Kreditrisiko hat.
- Das Basiskonto ist ein Guthabenkonto mit gesetzlichem Anspruch, auch bei negativer Schufa.
- Online-Banken und E-Geld-Anbieter eröffnen Guthabenkonten teils ganz ohne Schufa-Abfrage.
- Bei E-Geld-Anbietern gilt die gesetzliche Einlagensicherung nicht.
- Vergleichen Sie Kontoführung, Karte, Bargeld und Aufladewege, denn die Gebühren unterscheiden sich stark.
Ein Guthabenkonto ohne Schufa ist ein Zahlungskonto, auf dem Sie nur das Geld ausgeben können, das Sie vorher eingezahlt haben. Weil es keinen Dispo gibt, entsteht für die Bank kein Kreditrisiko, und eine Schufa-Prüfung ist eigentlich überflüssig. Das bekannteste Guthabenkonto ist das Basiskonto, auf das jeder Verbraucher einen gesetzlichen Anspruch hat. Daneben bieten Online-Banken und E-Geld-Anbieter Guthabenkonten an, oft ganz ohne Schufa-Abfrage.
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Was ist ein Guthabenkonto ohne Schufa?
Ein Guthabenkonto funktioniert wie ein normales Girokonto, nur ohne Überziehung. Gehalt, Rente oder Überweisungen gehen ein, Lastschriften und Kartenzahlungen gehen ab. Reicht das Guthaben nicht, wird die Zahlung abgelehnt.
Früher sprach man vom „Jedermann-Konto“, einer freiwilligen Zusage der Banken. Seit 2016 regelt das Zahlungskontengesetz den Anspruch auf ein Basiskonto. Heute gibt es im Wesentlichen drei Formen:
| Kontoform | Schufa | Einlagensicherung | Typisch |
|---|---|---|---|
| Basiskonto | Abfrage möglich, aber kein Ablehnungsgrund | Ja | Bei Banken vor Ort und online |
| Guthabenkonto einer Online-Bank | Nach Angaben des Anbieters oft keine Abfrage | Ja | Vollständig per App |
| Prepaid- oder E-Geld-Konto | Meist keine Abfrage | Nein, aber Absicherung der Kundengelder | Oft mit IBAN und Debitkarte |
Ob ein Anbieter die Schufa abfragt, steht in seinen Datenschutzhinweisen oder Bedingungen. Werfen Sie vorher auch selbst einen Blick in Ihre Schufa-Auskunft. Falsche oder erledigte Einträge können Sie löschen lassen.
Vorteile eines Guthabenkontos ohne Schufa
- Zugang trotz negativer Einträge: Ihre Kredithistorie spielt keine oder nur eine geringe Rolle.
- Keine Schulden durch Überziehung: Sie geben nur aus, was vorhanden ist. Dispozinsen fallen nicht an.
- Überblick über die Ausgaben: Ein Guthabenkonto eignet sich gut als Haushalts- oder Ausgabenkonto.
- Einfache Eröffnung: Meist reichen Ausweis und Identifizierung.
- Volle Alltagsfunktion: Überweisungen, Daueraufträge, Lastschriften und Kartenzahlungen sind möglich.
Grenzen
- Kein Dispo als Reserve für teure Monate.
- Meist keine Kreditkarte mit Zahlungsziel, sondern Debit- oder Prepaid-Karte.
- Lastschriften ohne Deckung gehen zurück, und der Gläubiger kann Gebühren verlangen.
- Ein Guthabenkonto hilft nicht beim Aufbau einer Bonität für größere Finanzierungen, etwa einen Kredit über 100.000 Euro für eine Immobilie.
Für wen eignet sich ein Guthabenkonto ohne Schufa?
- Menschen mit negativer Schufa, denen ein klassisches Konto verweigert oder gekündigt wurde
- Schüler, Auszubildende und Studierende, die ein erstes eigenes Konto brauchen. Wer zusätzlich Geld für das Studium braucht, findet Hinweise im Beitrag zum Studentenkredit.
- Menschen, die ihre Ausgaben streng begrenzen wollen, etwa nach einer Überschuldung
- Neu Zugezogene, die noch keine Schufa-Daten haben
- Reisende, die ein separates Konto mit Karte für unterwegs wollen
So beantragen Sie ein Guthabenkonto ohne Schufa
- Anbieter auswählen. Prüfen Sie, ob es eine Bank oder ein E-Geld-Institut ist, und lesen Sie das Preisverzeichnis.
- Antrag ausfüllen. Online meist in wenigen Minuten. Beim Basiskonto beantragen Sie ausdrücklich ein Basiskonto.
- Identität bestätigen. Nach dem Geldwäschegesetz ist das Pflicht, meist per Video-Ident, Online-Ausweisfunktion oder in einer Filiale.
- Konto freischalten. Sie erhalten IBAN und Zugangsdaten, die Karte kommt per Post.
- Guthaben einzahlen. Per Überweisung von einem anderen Konto, per Gehaltseingang oder, wenn angeboten, per Bareinzahlung.
Wichtige Funktionen und Services
- Debitkarte: Damit zahlen Sie im Geschäft und online und heben Bargeld ab. Viele Debitkarten laufen über Visa oder Mastercard und werden in Onlineshops wie Kreditkarten akzeptiert.
- Online-Banking und App: Umsätze, Überweisungen und Benachrichtigungen in Echtzeit.
- SEPA-Zahlungen: Überweisungen und Lastschriften im Euroraum.
- Unterkonten: Manche Anbieter bieten Spaces oder Unterkonten, um Geld für Miete oder Rücklagen zu trennen.
- Pfändungsschutz: Jedes Girokonto, auch ein Basiskonto, lässt sich in ein Pfändungsschutzkonto umwandeln.
- Kontoauszüge: Sie stehen meist als PDF im Online-Banking bereit. Das genügt in der Regel für Vermieter, Behörden oder das Jobcenter, wenn diese Nachweise über Ihre Umsätze verlangen.
Tipps für den Alltag mit einem Guthabenkonto
Ohne Dispo kommt es auf die Planung an. Diese Gewohnheiten helfen:
- Zahltermine ordnen: Legen Sie Miete, Versicherungen und Lastschriften auf die Tage kurz nach dem Gehaltseingang. Viele Vertragspartner ändern den Abbuchungstermin auf Anfrage.
- Kleinen Puffer halten: Schon ein geringes Guthaben, das Sie nicht ausgeben, verhindert zurückgegebene Lastschriften und deren Kosten.
- Benachrichtigungen einschalten: Eine Nachricht bei jedem Zahlungseingang und jeder Abbuchung zeigt sofort, wenn es eng wird.
- Abos prüfen: Streaming, Fitnessstudio, Apps: Kleine Beträge summieren sich. Kündigen Sie, was Sie nicht nutzen.
- Kartenzahlungen online sichern: Nutzen Sie die Freigabe in der App und geben Sie Kartendaten nur in vertrauenswürdigen Shops ein.
Vom Guthabenkonto zu einer besseren Bonität
Ein Guthabenkonto ist für viele ein Neustart. Wer seine Schufa langfristig verbessern will, kann einiges tun:
- Datenkopie anfordern. Die Auskunft ist kostenlos. Prüfen Sie jeden Eintrag.
- Falsches löschen lassen. Fehlerhafte oder veraltete Einträge müssen korrigiert werden.
- Offene Forderungen begleichen. Erledigte Einträge werden nach Ablauf bestimmter Fristen gelöscht.
- Pünktlich zahlen. Neue Zahlungsstörungen vermeiden ist der wichtigste Schritt.
- Geduld haben. Mit der Zeit stehen wieder klassische Konten, ein Dispo oder ein Kredit offen.
Wenn Schulden über den Kopf wachsen, hilft eine kostenlose Schuldnerberatung dabei, einen Plan mit den Gläubigern zu finden.
Gebührenstruktur
Guthabenkonten sind nicht automatisch kostenlos. Typische Kostenpunkte:
| Kostenpunkt | Worauf Sie achten sollten |
|---|---|
| Kontoführung | Monatlicher Grundpreis, beim Basiskonto müssen die Gebühren angemessen sein |
| Karte | Ausgabe- oder Jahresgebühr |
| Bargeld | Anzahl kostenloser Abhebungen, Gebühren an fremden Automaten |
| Fremdwährung | Aufschläge für Zahlungen außerhalb des Euroraums |
| Aufladen | Gebühren für Bareinzahlungen oder bestimmte Aufladewege |
Seien Sie vorsichtig bei Angeboten, die Geld für die Kontoeröffnung vorab verlangen, Unterlagen per Nachnahme schicken oder Aufladungen per Gutscheinkarte fordern. Seriöse Anbieter berechnen nur die Gebühren aus ihrem Preisverzeichnis.
Guthabenkonto ohne Schufa: Sicherheit Ihres Geldes
Bei Banken in der EU sind Einlagen gesetzlich bis 100.000 € je Kunde und Bank geschützt. Das gilt auch für Basiskonten und Guthabenkonten von Banken. E-Geld-Institute fallen nicht unter diese Einlagensicherung. Sie müssen das Geld ihrer Kunden aber getrennt vom eigenen Vermögen halten und absichern. Für den Alltag ist das in der Regel ausreichend. Größere Ersparnisse sollten Sie trotzdem bei einer Bank mit Einlagensicherung halten. Ob ein Anbieter eine Bank oder ein E-Geld-Institut ist, steht im Impressum und in den Vertragsunterlagen.
Häufige Fragen zum Guthabenkonto ohne Schufa
Kann ich mit einem Guthabenkonto ohne Schufa auch online einkaufen?
Ja. Mit einer Debitkarte von Visa oder Mastercard bezahlen Sie in den meisten Shops. Außerdem sind Überweisung und Lastschrift möglich, solange genug Guthaben vorhanden ist.
Ist ein Guthabenkonto ohne Schufa sicher?
Bei Banken in der EU sind Einlagen gesetzlich bis 100.000 € je Kunde und Bank geschützt. Bei E-Geld-Anbietern gilt diese Einlagensicherung nicht, die Kundengelder müssen aber getrennt gesichert sein. Achten Sie außerdem auf ein sicheres Freigabeverfahren in der App.
Erhalte ich eine Bankkarte zu meinem Guthabenkonto?
In der Regel ja, meist eine Debitkarte oder Girocard. Ob sie kostenlos ist, steht im Preisverzeichnis. Eine Kreditkarte mit Zahlungsziel gibt es ohne Bonitätsprüfung meist nicht.
Kann ich mit einem Guthabenkonto ohne Schufa auch Geld überweisen?
Ja. Überweisungen, Daueraufträge und meist auch Lastschriften sind möglich. Jede Zahlung wird direkt vom Guthaben abgebucht.
Was passiert, wenn mein Guthaben aufgebraucht ist?
Weitere Zahlungen werden abgelehnt, bis wieder Geld eingeht. Ins Minus können Sie nicht rutschen. Zurückgegebene Lastschriften können aber Gebühren beim Gläubiger auslösen.
Wie kann ich mein Guthabenkonto aufladen?
Am einfachsten per Überweisung von einem anderen Konto oder durch Gehaltseingang. Manche Anbieter erlauben Bareinzahlungen bei Partnern, oft gegen Gebühr. Aufladungen per Gutscheinkarte auf Aufforderung Dritter sind ein typisches Betrugsmuster.
Ist das Guthabenkonto ohne Schufa für Geschäftszwecke geeignet?
Guthabenkonten für Verbraucher sind für private Zwecke gedacht. Viele Banken untersagen die überwiegend geschäftliche Nutzung. Für Ihr Unternehmen gibt es eigene Geschäftskonten, teils ebenfalls auf Guthabenbasis.






