Möbel finanzieren

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Das Wichtigste in Kürze

  • Möbel finanzieren können Sie über den Ratenkauf im Möbelhaus oder Online-Shop, einen Ratenkredit oder einen Rahmenkredit für die Einrichtung in Etappen.
  • Null-Prozent-Angebote im Möbelhaus sind oft an Bedingungen geknüpft, etwa an einen Mindestbestellwert oder bestimmte Laufzeiten.
  • Mit einem Ratenkredit zahlen Sie als Barzahler und können über den Preis verhandeln.
  • Mehrere Ratenkäufe parallel verlieren Sie leicht aus dem Blick.
  • Pünktlich gezahlte Raten schaden Ihrer Bonität nicht, Zahlungsverzug dagegen schon.

Möbel finanzieren können Sie auf mehreren Wegen: über den Ratenkauf direkt im Möbelhaus oder Online-Shop, mit einem Ratenkredit, der Sie unabhängig vom Händler macht, oder mit einem Rahmenkredit, wenn Sie die Wohnung Stück für Stück einrichten. Für ein einzelnes Sofa reicht oft der Ratenkauf, für die Einrichtung einer ganzen Wohnung kann ein Kredit günstiger sein. Entscheidend ist der Gesamtbetrag aus Möbelpreis und Finanzierungskosten. Hier lesen Sie, wie die Wege funktionieren, worauf Sie bei Null-Prozent-Angeboten achten sollten und was eine Finanzierung im Beispiel kostet.

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Möbel finanzieren: Ihre Optionen im Detail

OptionSo funktioniert esGeeignet fürDarauf achten
Ratenkauf im MöbelhausFinanzierung über eine Partnerbank des HändlersGrößere Einkäufe in einem HausNull-Prozent-Aktionen oft mit Bedingungen
Ratenkauf im Online-ShopFinanzierung oder Teilzahlung im BestellvorgangEinzelne MöbelstückeMahngebühren bei verspäteter Zahlung
RatenkreditKredit über eine feste Summe, Händler frei wählbarKomplette Einrichtung, mehrere HändlerBarzahlerrabatt aushandeln
Rahmenkredit oder AbrufkreditKreditrahmen, aus dem Sie bei Bedarf Geld abrufenEinrichtung in EtappenVariabler Zins, Disziplin bei der Rückzahlung
DispokreditÜberziehung des GirokontosNur für sehr kurze ÜberbrückungHohe Zinsen

Ob ein Möbelhaus gerade eine Finanzierung zu 0 % anbietet, erfahren Sie im Geschäft oder im Bestellvorgang. Viele Händler zeigen auch Beispiele für Ratenzahlung direkt beim Produkt an.

Null-Prozent-Finanzierung im Möbelhaus: Darauf sollten Sie achten

Null-Prozent-Angebote sind beliebt, weil Sie nur den Kaufpreis zahlen. Prüfen Sie trotzdem die Bedingungen:

  • Mindestbestellwert: Die Aktion gilt oft erst ab einem bestimmten Einkaufsbetrag.
  • Laufzeit: Null Prozent gibt es meist nur für bestimmte Laufzeiten.
  • Kreditrahmen oder Karte: Manche Ratenkäufe laufen über einen Kreditrahmen oder eine Karte, die nach der Aktion bestehen bleibt. Lesen Sie, zu welchen Zinsen spätere Verfügungen laufen.
  • Preis: Ein Möbelhaus mit Null-Prozent-Aktion ist nicht automatisch günstiger. Vergleichen Sie den Preis mit anderen Händlern.
  • Zusatzversicherungen: Eine Restschuldversicherung ist freiwillig und kostet extra.

Was kostet es, Möbel zu finanzieren?

Beispiel: Sie kaufen ein Sofa und einen Esstisch für zusammen 3.000 €.

VarianteLaufzeitMonatsrateGesamtbetrag
Null-Prozent-Aktion24 Monate125,00 €3.000 €
Ratenkauf mit angenommenen 9,9 %24 Monaterund 137,71 €rund 3.305 €
Ratenkauf mit angenommenen 9,9 %48 Monaterund 75,34 €rund 3.616 €

Preis und Zinssatz sind frei gewählt und kein Angebot. Das Beispiel zeigt: Bei einer langen Laufzeit zahlen Sie im Beispiel über 600 € Zinsen. Möbel halten zwar lange, trotzdem sollte die Finanzierung nicht länger laufen als nötig.

So funktioniert Ihre Möbelfinanzierung

  1. Bedarf planen. Was brauchen Sie sofort, was kann warten? Eine Liste verhindert Spontankäufe auf Kredit.
  2. Preise vergleichen. Schauen Sie bei mehreren Händlern, online und vor Ort.
  3. Finanzierungsweg wählen. Ratenkauf im Möbelhaus für einen Einkauf, Ratenkredit für mehrere Händler, Rahmenkredit für die Einrichtung in Etappen.
  4. Antrag stellen. Sie geben Personalien, Bankverbindung, Einkommen und Ausgaben an.
  5. Bonitätsprüfung. Der Kreditgeber prüft Ihre Kreditwürdigkeit, meist mit einer Schufa-Abfrage.
  6. Vertrag und Lieferung. Nach der Zusage unterschreiben Sie. Bei Möbeln mit langer Lieferzeit klären Sie, wann die erste Rate fällig wird.
  7. Ratenzahlung. Die Raten werden in der Regel per Lastschrift eingezogen.

Möchten Sie unabhängig vom Möbelhaus finanzieren, können Sie über unser Online-Antragsformular unverbindlich Angebote für einen Ratenkredit anfragen. Welche weiteren Anschaffungen sich finanzieren lassen, zeigt unsere Übersicht.

Welche Möbel können Sie finanzieren?

Grundsätzlich lässt sich jede Einrichtung finanzieren:

  • Wohnzimmer: Sofas, Sessel, Couchtische, Schränke, Regale und Lowboards.
  • Esszimmer: Esstische, Stühle, Sideboards und Vitrinen.
  • Schlafzimmer: Betten, Matratzen, Kleiderschränke und Kommoden.
  • Küche: Einbauküchen und einzelne Küchenmöbel, oft mit Elektrogeräten.
  • Homeoffice: Schreibtische, ergonomische Bürostühle und Aktenschränke.
  • Garten und Balkon: Lounge-Möbel, Tische und Stühle.
  • Leuchten und Textilien: Lampen, Teppiche und Vorhänge, oft im selben Warenkorb.

Bei Ratenkäufen bleiben die Möbel häufig bis zur letzten Rate Eigentum des Händlers oder der Bank. Diesen Eigentumsvorbehalt finden Sie in den Vertragsbedingungen.

Wichtige Informationen für Ihre Finanzierungsentscheidung

Budget und Gesamtkosten

Rechnen Sie nicht nur mit der Monatsrate, sondern mit dem Gesamtbetrag. Achten Sie auf den effektiven Jahreszins, er enthält Zinsen und laufzeitabhängige Kosten. Prüfen Sie außerdem, wie viele andere Raten bereits laufen.

Bonität

Die Zusage hängt von Ihrer Kreditwürdigkeit ab. Kreditgeber prüfen Einkommen, Ausgaben und meist die Schufa. Wer negative Schufa-Einträge hat, sollte diese zuerst prüfen und falsche Angaben korrigieren lassen.

Widerruf und Lieferung

Bei Bestellungen im Internet haben Sie in der Regel ein Widerrufsrecht von 14 Tagen, für den Kreditvertrag ebenfalls. Bei Maßanfertigungen kann das Widerrufsrecht für den Kauf ausgeschlossen sein. Kauf und Finanzierung bilden meist ein verbundenes Geschäft: Widerrufen Sie den Kauf, entfällt in der Regel auch der Kredit.

Alternativen

Gebrauchte Möbel, Ausstellungsstücke oder schrittweises Einrichten sparen oft mehr als jede günstige Finanzierung. Wer gerade umzieht, kann sich zuerst auf das Nötigste beschränken.

Häufige Fragen zu Möbel finanzieren

Wie schnell erhalte ich eine Entscheidung über meinen Antrag?

Beim Ratenkauf im Möbelhaus oder Online-Shop fällt die Entscheidung meist noch während des Einkaufs. Bei einem Ratenkredit hängt die Dauer davon ab, wie schnell Unterlagen, Identifizierung und Unterschrift vorliegen. Einen festen Zeitpunkt sagt kein seriöser Anbieter zu.

Welche Unterlagen benötige ich für den Antrag?

Beim Ratenkauf reichen oft Personalien, Bankverbindung und Angaben zum Einkommen. Bei höheren Beträgen oder einem Ratenkredit kommen ein gültiger Ausweis und Gehaltsabrechnungen hinzu. Die genaue Liste nennt der Kreditgeber.

Kann ich Sondertilgungen leisten?

Bei Verbraucherkrediten dürfen Sie grundsätzlich jederzeit ganz oder teilweise vorzeitig zurückzahlen. Der Kreditgeber kann eine gesetzlich begrenzte Vorfälligkeitsentschädigung verlangen. Bei Null-Prozent-Finanzierungen bringt eine Sondertilgung keinen Zinsvorteil.

Was passiert, wenn ich meine Raten nicht bezahlen kann?

Melden Sie sich sofort beim Kreditgeber und fragen Sie nach einer Stundung oder einer niedrigeren Rate. Ohne Reaktion drohen Mahngebühren, die Kündigung des Vertrags und ein negativer Schufa-Eintrag. Eine kostenlose Schuldnerberatung hilft weiter.

Kann ich auch gebrauchte Möbel finanzieren?

Beim Ratenkauf im Handel geht es meist um Neuware, manche Händler finanzieren aber auch Ausstellungsstücke. Mit einem Ratenkredit können Sie das Geld frei einsetzen, auch für gebrauchte Möbel. Bei kleineren Beträgen lohnt sich oft eher Sparen.

Gibt es einen Mindest- oder Höchstbetrag?

Ja, Händler und Kreditgeber legen Mindest- und Höchstbeträge fest. Null-Prozent-Aktionen sind oft an einen Mindestbestellwert gebunden. Den Höchstbetrag bestimmt zusätzlich Ihre Bonität.

Wie wirkt sich die Finanzierung auf meine Bonität aus?

Ratenkäufe und Kredite werden in der Regel bei der Schufa gemeldet. Pünktlich gezahlte Raten schaden nicht und können zeigen, dass Sie Verpflichtungen zuverlässig erfüllen. Zahlungsverzug führt dagegen zu negativen Einträgen.