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Das Wichtigste in Kürze
- Maßgeblich ist das Zahlungsziel, das auf der Rechnung, in der Bestellbestätigung oder in den AGB steht.
- Im Onlinehandel sind Fristen von 14 oder 30 Tagen üblich, ab Rechnungsdatum, Versand oder Lieferung.
- Fehlt eine vereinbarte Frist, ist der Betrag grundsätzlich sofort fällig, der Verzug beginnt aber erst später.
- Wer zu spät zahlt, muss mit Verzugszinsen, Mahngebühren und im schlimmsten Fall mit einem Schufa-Eintrag rechnen.
- Zahlen Sie ein bis zwei Bankarbeitstage vor Fristende und geben Sie immer die Rechnungsnummer an.
Wann muss man bei der Zahlung auf Rechnung bezahlen? Entscheidend ist das Zahlungsziel, das der Händler auf der Rechnung, in der Bestellbestätigung oder in seinen AGB nennt. Im Onlinehandel sind 14 oder 30 Tage üblich. Fehlt eine Frist, ist der Betrag nach dem Gesetz grundsätzlich sofort fällig, in Verzug geraten Sie als Verbraucher aber erst nach einer Mahnung oder nach Ablauf bestimmter Fristen. Hier lesen Sie, wie Sie Ihre Frist richtig berechnen und was passiert, wenn Sie sie verpassen.
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Zahlung auf Rechnung: Wann muss man bezahlen?
Beim Kauf auf Rechnung erhalten Sie die Ware oder Leistung zuerst und zahlen danach. Wie viel Zeit Sie dafür haben, legt der Händler fest. Diese Frist heißt Zahlungsziel. Sie finden sie an einer dieser Stellen:
- auf der Rechnung selbst, etwa „zahlbar bis 15.11.“ oder „zahlbar innerhalb von 14 Tagen“,
- in der Bestellbestätigung oder im Kundenkonto,
- in den AGB des Shops oder des Zahlungsdienstes, der die Rechnung abwickelt.
Wichtig ist, ab wann die Frist läuft. Manche Händler rechnen ab dem Rechnungsdatum, andere ab dem Versand oder ab der Lieferung. Bei Zahlungsdiensten, die den Rechnungskauf für viele Shops übernehmen, beginnt die Frist oft mit dem Versand der Ware. Steht ein festes Datum auf der Rechnung, richten Sie sich am besten nach diesem Datum.
Beispiel: Die Rechnung trägt das Datum 3. März und nennt ein Zahlungsziel von 14 Tagen ab Rechnungsdatum. Dann muss der Betrag spätestens am 17. März beglichen sein. Die Daten sind frei gewählt.
Wann muss man bei Zahlung auf Rechnung bezahlen, wenn keine Frist genannt ist?
Nicht jede Rechnung nennt ein Zahlungsziel. Dann gilt das Gesetz:
- Fälligkeit. Ist keine Zeit bestimmt, kann der Händler die Zahlung sofort verlangen (§ 271 BGB). Fällig heißt aber noch nicht, dass Sie schon zu spät dran sind.
- Verzug durch Mahnung. Zahlen Sie nach einer Mahnung nicht, geraten Sie in Verzug.
- Verzug nach 30 Tagen. Ohne Mahnung kommen Verbraucher spätestens 30 Tage nach Fälligkeit und Zugang der Rechnung in Verzug. Das gilt aber nur, wenn die Rechnung ausdrücklich auf diese Folge hinweist (§ 286 Abs. 3 BGB).
Ist dagegen im Kaufvertrag oder in den AGB eine Frist vereinbart, geraten Sie in der Regel schon mit Ablauf dieser Frist in Verzug, auch ohne Mahnung. Verlassen Sie sich deshalb nicht auf die 30 Tage, sondern prüfen Sie die Bedingungen Ihres Shops.
Fristen und Fristversäumnisse im Überblick
Die folgende Übersicht fasst typische Situationen zusammen. Die konkrete Frist hängt immer vom Händler und Ihrem Vertrag ab.
| Situation | Wann Sie zahlen sollten | Was Sie beachten sollten |
|---|---|---|
| Datum auf der Rechnung | Bis zu diesem Datum | Das Geld sollte bis dahin beim Empfänger sein. |
| Frist in Tagen, etwa 14 oder 30 | Ab Rechnungsdatum, Versand oder Lieferung gerechnet | Den Fristbeginn in Rechnung oder AGB nachlesen. |
| Keine Frist genannt | Möglichst bald nach Erhalt | Verzug erst nach Mahnung oder nach 30 Tagen mit Hinweis. |
| Teilweise Rücksendung | Für die behaltenen Artikel fristgerecht | Rücksendung im Kundenkonto anmelden. |
| Fehler in der Rechnung | Unstrittigen Teil zahlen, Rest klären | Den Fehler sofort schriftlich melden. |
Was passiert, wenn Sie zu spät zahlen?
Verpassen Sie das Zahlungsziel, kann es teuer werden. Die Folgen kommen meist in dieser Reihenfolge:
- Zahlungserinnerung. Viele Händler schicken zuerst eine freundliche Erinnerung, oft per E-Mail.
- Mahnung und Mahngebühren. Danach folgen Mahnungen. Der Händler darf Kosten verlangen, die ihm durch Ihren Verzug entstehen. Die erste Mahnung, die den Verzug erst auslöst, darf er in der Regel nicht berechnen.
- Verzugszinsen. Ab Verzugsbeginn können Verzugszinsen anfallen. Für Verbraucher liegen sie bei 5 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz (§ 288 BGB).
- Inkasso und gerichtliches Mahnverfahren. Bleibt die Forderung offen, kann sie an ein Inkassounternehmen gehen oder vor Gericht geltend gemacht werden. Das verursacht weitere Kosten.
- Schufa-Eintrag. Eine offene Forderung darf nur unter bestimmten Bedingungen an eine Auskunftei gemeldet werden, unter anderem nach mindestens zwei schriftlichen Mahnungen und wenn Sie die Forderung nicht bestritten haben. Ein solcher Eintrag erschwert spätere Ratenkäufe, Kredite und auch den nächsten Rechnungskauf.
Haben Sie eine Mahnung erhalten, reagieren Sie schnell. Zahlen Sie den offenen Betrag oder melden Sie sich beim Händler, wenn die Forderung aus Ihrer Sicht nicht stimmt.
Diese Angaben auf der Rechnung sind wichtig
Prüfen Sie jede Rechnung direkt nach Erhalt. So vermeiden Sie Missverständnisse und Zahlungen an das falsche Konto. Achten Sie besonders auf:
- Rechnungsdatum: Oft der Startpunkt der Zahlungsfrist.
- Fälligkeitsdatum oder Zahlungsziel: Bis wann der Betrag beglichen sein muss.
- Rechnungsnummer: Gehört in den Verwendungszweck, damit Ihre Zahlung richtig zugeordnet wird.
- Bankverbindung: Name des Empfängers und IBAN. Beim Rechnungskauf über einen Zahlungsdienst geht das Geld oft nicht an den Shop, sondern an diesen Dienst.
- Betrag: Stimmt er mit Ihrer Bestellung überein, und sind Rücksendungen schon abgezogen?
Seien Sie misstrauisch, wenn Sie per E-Mail eine geänderte Bankverbindung erhalten. Gefälschte Rechnungen und Mahnungen sind verbreitet. Prüfen Sie offene Beträge im Kundenkonto des Shops und nicht über Links in E-Mails.
So zahlen Sie Ihre Rechnung pünktlich
Mit ein paar Gewohnheiten verpassen Sie keine Frist mehr:
- Rechnung sofort prüfen. Stimmen Artikel, Preise und Betrag? Fehler melden Sie gleich.
- Frist notieren. Tragen Sie das Fälligkeitsdatum in Ihren Kalender ein oder stellen Sie eine Erinnerung im Handy.
- Früh überweisen. Eine Überweisung braucht in der Regel bis zu einem Bankarbeitstag, über Wochenenden und Feiertage länger. Zahlen Sie deshalb ein bis zwei Bankarbeitstage vor Fristende.
- Verwendungszweck korrekt ausfüllen. Geben Sie die vollständige Rechnungsnummer an, bei Zahlungsdiensten oft auch eine Referenznummer.
- Beleg aufbewahren. Speichern Sie die Überweisungsbestätigung, bis die Zahlung im Kundenkonto als erledigt angezeigt wird.
Können Sie absehen, dass Sie eine Frist nicht schaffen, melden Sie sich vor Ablauf beim Händler oder Zahlungsdienst. Viele bieten an, die Frist zu verlängern oder in Raten zu zahlen. Einen Anspruch darauf haben Sie aber nicht. Bei mehreren offenen Rechnungen hilft eine kostenlose Schuldnerberatung, etwa bei einer Verbraucherzentrale oder einem Wohlfahrtsverband.
Häufige Fragen zu Zahlung auf Rechnung: Wann muss man bezahlen?
Was passiert, wenn ich das Fälligkeitsdatum verpasse?
Dann geraten Sie in der Regel in Zahlungsverzug. Der Händler kann Verzugszinsen und Mahnkosten verlangen und die Forderung später an ein Inkassounternehmen abgeben. Zahlen Sie so schnell wie möglich und melden Sie sich beim Händler, wenn es Probleme gibt.
Kann ich die Zahlungsfrist verlängern lassen?
Oft ja, aber nur, wenn der Händler oder Zahlungsdienst zustimmt. Manche bieten im Kundenkonto an, die Frist gegen Gebühr zu verlängern oder auf Raten umzustellen. Fragen Sie vor Ablauf der Frist nach, nicht erst nach der Mahnung.
Wie lange habe ich Zeit, die Rechnung zu bezahlen?
So lange, wie das Zahlungsziel auf der Rechnung oder in den AGB vorsieht. Im Onlinehandel sind 14 oder 30 Tage üblich. Ist nichts vereinbart, ist der Betrag sofort fällig, Verzug tritt aber erst nach Mahnung oder nach 30 Tagen mit entsprechendem Hinweis auf der Rechnung ein.
Muss ich die Ware erst erhalten, bevor ich bezahlen muss?
Beim Kauf auf Rechnung bekommen Sie die Ware zuerst und zahlen danach. Läuft die Frist ab Versand und ist das Paket noch nicht da, melden Sie sich beim Händler. So vermeiden Sie, dass eine Mahnung kommt, bevor Sie die Ware überhaupt haben.
Welche Informationen benötige ich für die Überweisung?
Sie brauchen den Namen des Empfängers, die IBAN, den Betrag und die Rechnungsnummer für den Verwendungszweck. Diese Angaben stehen auf der Rechnung. Überweisen Sie nur an die Bankverbindung, die auf der echten Rechnung steht.
Sind bei der Zahlung auf Rechnung zusätzliche Gebühren fällig?
Die Zahlungsart Rechnung ist meist kostenlos, manche Shops verlangen aber einen Aufschlag. Ob das so ist, sehen Sie im Bestellvorgang. Zusätzliche Kosten entstehen vor allem durch verspätete Zahlung, etwa Mahngebühren und Verzugszinsen.
Was ist, wenn die Rechnung Fehler enthält?
Melden Sie den Fehler sofort beim Händler, am besten schriftlich oder über das Kundenkonto. Den unstrittigen Teil sollten Sie trotzdem fristgerecht zahlen. Den Rest überweisen Sie, sobald eine korrigierte Rechnung vorliegt.






