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Sonderzahlungen: Unterschiedliche Systeme erklärt

03.09.2019

Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld oder doch lieber das 13. Monatsgehalt? Sonderzahlungen lassen die Herzen von Angestellten regelmäßig höher schlagen. Doch gibt es überhaupt ein Recht darauf, dass der Chef zusätzliche Zahlungen leisten muss? Und wie hoch fällt in Deutschland eine Sonderzahlung durchschnittlich aus? Das und weiteres Wissenswertes erfahren Sie in unserem Special zum Thema Sonderzahlungen.

Es sind die wahrscheinlich schönsten Gehaltsüberweisungen des Jahres: Sonderzahlungen. Glücklich der, der sich über Sonderzahlungen wie das Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld oder das sogenannte 13. oder 14. Monatsgehalt freuen darf. Diese werden zusätzlich zum regulär vereinbarten Gehalt ausbezahlt und fallen je nach Branche und Abmachung unterschiedlich hoch aus.

Eines verbindet sie jedoch alle: Sie werden freiwillig ausbezahlt. Das bedeutet, dass es kein gesetzlich verankertes Anrecht auf diese Gelder gibt. Genau das ist auch der Grund dafür, warum sich nicht alle Arbeitnehmer in Deutschland gleichermaßen darüber freuen können. Theoretisch kann ein Unternehmen nämlich alle möglichen Arten von Sonderzahlungen gleichzeitig an seine  Mitarbeiter bezahlen - oder eben gar keine. Wir stellen deshalb die gängigsten Varianten vor.

1.     Das Weihnachtsgeld


Die in Deutschland verbreitetste Form der Sonderzahlung ist das Weihnachtsgeld. Laut Statistischem Bundesamt bekamen im Jahr 2018 86,8% aller Tarifbeschäftigten Weihnachtsgeld ausbezahlt. Durchschnittlich liegt das Weihnachtsgeld bei 2.583 Euro brutto, das entspricht 64,5% des durchschnittlichen Bruttomonatsverdiensts in Deutschland. Je nach Branche kann sich die Höhe der Auszahlung deutlich unterscheiden, auf dem Konto landet sie fast immer im November oder Dezember.

Während in Branchen wie dem Kohlebergbau oder der Gewinnung von Erdöl und Erdgas in 100% der Fälle ein üppiges Weihnachtsgeld ausgezahlt wird, profitieren beispielsweise Angestellte in Reisebüros oder dem Garten- und Landschaftsbau nur selten vom weihnachtlichen Geldsegen (jeweils knapp über 20%).

2. Das Urlaubsgeld


Der Gegenspieler zum Weihnachtsgeld im Winter ist das Urlaubsgeld im Sommer. Auch hierzu hat das Statistische Bundesamt Zahlen ermittelt. Das Ergebnis: Vom Urlaubsgeld profitieren mit 47,1% weit weniger Angestellte, zudem fällt es mit durchschnittlich 1.281 Euro im Gegensatz zum Weihnachtsgeld auch fast doppelt so gering aus. Im verarbeitenden Gewerbe ist die Quote mit 94,3 % überdurchschnittlich hoch, dagegen müssen sich Angestellte der Bereiche Erziehung und Unterricht (1,6%) und Kunst, Unterhaltung und Erholung (2,1%) fast immer ohne Urlaubsgeld abfinden.

3. 13. Monatsgehalt


Ähnlich wie das Weihnachtsgeld funktioniert auch das 13. Monatsgehalt, das in der Regel zum Jahresende ausbezahlt wird. Es bezieht sich in vielen Fällen auf die jeweilige Arbeitsleistung und wird im Tarif- oder Arbeitsvertrag festgeschrieben. Wie der Name schon sagt, fällt es in der Höhe des regulären eigenen Monatsgehalts aus. Zu häufige Fehlzeiten können unter Umständen allerdings dazu führen, dass das 13. Monatsgehalt gekürzt wird.

Was passiert, wenn ich vorzeitig kündige?


Für viele Arbeitnehmer stellt sich die Frage, ob Sie auf die gesamten Sonderzahlungen verzichten müssen, wenn sie nicht das volle Arbeitsjahr absolvieren? Die klare Antwort darauf lautet: Nein. In den meisten Fällen ist es möglich, sich Sonderzahlungen anteilig auszahlen zu lassen. Wenn diese vertraglich festgeschrieben sind, haben Sie automatisch einen Anspruch darauf.

Ein weiterer Sonderfall ist, dass der Chef in wirtschaftlich schwierigen Zeiten plötzlich alle Urlaubsgelder streichen will. Auch das ist nicht ohne weiteres möglich - selbst, wenn keine vertragliche Vereinbarung besteht. Wurde in den vorherigen drei Jahren nämlich ein gleichbleibender Betrag ohne ausdrücklichen Vorbehalt ausgezahlt, gilt die Zahlung automatisch als "betriebliche Übung" und muss fortgesetzt werden. Der Arbeitgeber kann sie erst dann einstellen, wenn er drei Jahre in Folge einen ausdrücklichen Hinweis beifügt, dass die Zahlung zukünftig eingestellt wird.

Wie kann ich meine Sonderzahlung vernünftig einsetzen?


Für die Sonderzahlung finden sich viele Verwendungsmöglichkeiten. Neben Besorgungen für die Weihnachtszeit oder der Aufbesserung der Urlaubskasse können Sie das Geld natürlich auch sparen. Eine Möglichkeit dafür ist das Tagesgeldkonto der Sberbank Direct, auf das Sie Ihre Sonderzahlungen flexibel einzahlen können und von 0,20% Zinsen pro Jahr profitieren.

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