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Kindergeld, Rente und Steuererklärung: Die 5 wichtigsten Änderungen ab dem 1. Juli

09.07.2019

Am 1. Juli 2019 sind einige Gesetzesänderungen in Kraft getreten, die fast alle Bundesbürger betreffen. Ob als Elternteil, Rentner oder Midijobber - viele Gesetze und Änderungen bringen finanzielle Vorteile für Sie als Bürger mit sich. Wir stellen Ihnen die fünf wichtigsten Änderungen vor.

 

Am 1. Juli und somit zum Beginn der zweiten Jahreshälfte 2019 sind gleich mehrere neue Gesetze und Änderungen in Kraft getreten. Doch kein Grund zur Sorge, in den meisten Fällen handelt es sich um Beitragserhöhungen oder Fristverlängerungen für Sie als Bürger. Betroffen sind davon die verschiedensten Bereiche: Von der Abgabefrist der Steuererklärung bis hin zum Kindergeldbetrag hat die Politik einige Gesetze angepasst und in vielen Fällen Beitragssätze erhöht. Damit Sie im Gesetzesdschungel nicht die Übersicht verlieren, haben wir für Sie die fünf wichtigsten Änderungen und Neuerungen kompakt zusammengefasst.

 

1. Rentenerhöhung 2019

 

Freuen dürfen sich zunächst alle Rentnerinnen und Rentner in Deutschland. Ihre Renten steigen laut Statistischem Bundesamt in den neuen Bundesländern um durchschnittlich 3,91%, in den alten Bundesländern immerhin um 3,18% an. Das bedeutet auch, dass sich die Renten in Ost und West weiter annähern und bald gleichauf liegen werden. Der Rentenwert der neuen Bundesländer steigt demnach auf mittlerweile 96,5% im Vergleich zu denjenigen im Westen an.

 

Die Veränderung beruht auf der allgemeinen Lohnentwicklung in Deutschland und wird automatisch angepasst. Betroffen von der Rentenanpassung sind alle knapp 20 Millionen Rentner in Deutschland. Übrigens: Wie Sie privat fürs Altern vorsorgen können, haben wir in einem eigenen Beitrag für Sie aufbereitet.

 

2. Kindergelderhöhung 2019

 

Von Beitragserhöhungen profitieren nicht nur Rentner, sondern auch Eltern und ihre Kinder. Das Kindergeld erhöht sich automatisch um durchschnittlich zehn Euro pro Kind. Der Satz für die ersten beiden Kinder lag bislang bei 194 Euro und wird dementsprechend auf 204 Euro angehoben. Für das dritte Kind überweist der Staat ab sofort 210 Euro monatlich, für das vierte und jedes weitere sogar 235 Euro.

 

Die Erhöhung hat auch eine direkte Auswirkung auf Unterhaltspflichtige, denn dadurch sinkt die Mindestunterhaltsgrenze leicht ab.

 

3.     Höhere Verdienstgrenze für Midijobber

 

Midijobber werden Angestellte genannt, die regelmäßig zwischen 450 und 1.300 Euro verdienen. Diese Obergrenze wurde am 1. Juli erhöht und lag zuvor bei 850 Euro. Dadurch rücken automatisch mehr Angestellte in die Kategorie der Midijobber und müssen dadurch weniger Abgaben leisten. Konkret betrifft das die Sozialversicherungsbeiträge, sie sind günstiger als bei regulären Jobverhältnissen. Außerdem zahlen Midijobber geringere Rentenversicherungsbeiträge. Auch hier gibt es eine wichtige Neuerung: Ab Juli erhalten Midijobber trotz der geringeren Beiträge die volle Rentenleistung.

 

4.     Neue Frist für die Steuererklärung

 

Eine weitere Erleichterung steht für alle Steuererklärungspflichtige an. Statt wie bislang üblich am 31. Mai, wird die Steuererklärung ab diesem Jahr erst am 31. Juli fällig. Das bedeutet ganze zwei Monate mehr für die manchmal lästige Steuererklärung. Falls Sie weitere Tipps zur Steuererklärung benötigen, schauen Sie doch in unseren Beitrag: Tipps und Tricks für die Steuererklärung 2018.

 

5.     Briefporto wird teurer

 

Die letzte Änderung ist die einzig eher unerfreuliche Nachricht dieser Liste. Ab Juli steigen in Deutschland nämlich die Preise für Briefe und Postkarten. Für einen Standardbrief werden ab sofort 80 statt 70 Cent fällig, für eine Postkarte im Inland immerhin 60 Cent. Der Preis für Postkarten lag zuvor über 15 Jahre lang unverändert bei 45 Cent. Die Erhöhung soll zunächst bis Ende 2021 gelten. Ebenfalls betroffen sind andere Formate wie der Kompaktbrief, der Großbrief und Maxibrief. Wer noch alte Marken besitzt, kann ab sofort passende Ergänzungsmarken erwerben.

 

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