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So können sich Frauen finanziell für ihre Zukunft absichern

05.11.2019

In Deutschland sorgen sich viele Menschen um ihren Lebensabend. Veränderungen wie der demographische Wandel führen dazu, dass die ohnehin schon niedrigen Renten in Zukunft noch kleiner ausfallen könnten.

 

Auch heute schon sind besonders Frauen von deutlichen Nachteilen bei der Rente betroffen. Wir verraten, warum die Lücke im Vergleich zu Männern gerade in Westdeutschland so hoch ist und wie man als Frau trotzdem gut fürs Alter vorsorgen kann.


Die aktuelle Debatte um Gleichberechtigung wird vom sogenannten Gender Pay Gap, also der unterschiedlichen Bezahlung von Frauen und Männern, bestimmt. Selbst bei vergleichbarer Position verdienen Frauen heute im Schnitt immer noch 6% weniger als ihre männlichen Kollegen, teilte das Statistische Bundesamt kürzlich mit. In absoluten Zahlen gerechnet liegt der durchschnittliche Verdienst sogar 21% unter dem der Männer.


Gender Pension Gap wird oft vergessen

 

So überfällig und notwendig diese Debatte auch ist, fällt dabei eines auf: In der Diskussion werden alte Menschen oft vergessen. Noch weitaus dramatischer fällt nämlich das sogenannte Gender Pension Gap aus, also die durchschnittlichen Unterschiede der Rentenbezüge zwischen Frauen und Männern. 

 

Laut aktuellen Zahlen der Hans Böckler Stiftung liegt dieser in Deutschland bei dramatischen 53%. In dieses Ergebnis fließen Daten aus der gesetzlichen Rentenversicherung, den Betriebsrenten und der privater Altersvorsorge mit ein.


In der Folge sind es nämlich besonders westdeutsche Frauen, die von Altersarmut bedroht sind. Das ist das Ergebnis einer weiteren Studie, die ebenfalls von der Hans Böckler Stiftung durchgeführt wurde. Laut dieser sind 87,2% aller westdeutschen Frauen mit langer Teilzeitbeschäftigung und langen Kinder- oder Pflegephasen von Altersarmut bedroht. Selbst bei Vollbeschäftigung liegt der Wert noch bei 69,5%.


Woher kommen die Unterschiede?


Diese gravierenden Unterschiede haben verschiedene Ursachen. Klar ist: Weil die Bezahlung vor Jahrzehnten noch weitaus ungleicher war, liegen die Renten heute so weit auseinander. Besonders in Westdeutschland waren die Rollen innerhalb von Familien noch sehr traditionell aufgeteilt.

 

Während der Mann den Großteil des Geldes erwirtschaftete, gingen Frauen oft eher kleineren Tätigkeiten in Teilzeit nach. Die Unterschiede in der Rente werden in Folge immer dann besonders zum Problem, wenn sich diese Familien trennen und das gemeinsame Konto aufgelöst wird. Frauen stehen deswegen oft mit viel zu niedrigen Renten da. 


In Ostdeutschland war es dagegen üblich, dass auch die Frauen erwerbstätig waren und dementsprechend höhere Beiträge in ihre Rentenkasse eingezahlt haben. Deswegen stehen sie bei der Rente heute deutlich besser da. 


Was tun gegen die Rentenlücke?


Damit Frauen die Rentenlücke möglichst wenig zu spüren bekommen, können sie verschiedene Maßnahmen zur Vorsorge treffen. Positiv ist, dass sich das Blatt stark gewendet hat und heute im Vergleich zu früher weit mehr Frauen einen festen Beruf haben und sich das Lohnniveau allmählich angleicht. Trotzdem sollten besonders Frauen gründlich über Ihre Rentenplanung nachdenken.
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