Tagesgeld: Lieber sparen statt auf Pump kaufen

14.06.2016
Der Einzelhandel überschlägt sich förmlich mit „Sonder-Verkäufen“ und einer „Null-Zins-Finanzierung“. Doch Vorsicht: Der Konsum mit geliehenem Geld birgt Tücken – und kann langfristig richtig teuer werden.  

Pünktlich zur Fußball-Europameisterschaft starten wieder die großen Werbefeldzüge: Elektronikmärkte locken mit riesigen Flachbildfernsehern, im Gartencenter werden Grillstationen angepriesen und selbst die Deutsche Bahn ist auf den Zug gesprungen und bietet eine EM-Sonder-Bahncard an. Natürlich weckt das Begehrlichkeiten, aber längst nicht jeder hat genügend Mittel auf dem Girokonto zur Verfügung.

Wie praktisch, dass viele Unternehmen gleich noch eine augenscheinlich günstige Finanzierung anbieten. Denn egal ob Handy, Reise oder Fernseher – fast alles lässt sich heute auf Pump kaufen, häufig sogar mit einer Null-Zins-Finanzierung. Dabei tappen viele Verbraucher in eine Falle. Die größten Probleme:

- Viele Konsumenten laufen Gefahr, sich zu stark zu verschulden
- Die 0%-Finanzierung ist häufig an so schlechte Konditionen gebunden, dass der Käufer ein schlechtes Geschäft macht


Das Überschuldungsrisiko der Verbraucher nimmt zu


Eine Folge des Konsums mit gestreckten Zahlungen: Dem Forschungsinstitut Boniversum zufolge verschlechterte sich der aktuelle Schuldnerklima-Index abermals und notiert jetzt bei 98 Punkten. Denn obwohl die Verunsicherung der Verbraucher zunimmt und immer mehr Menschen Konjunkturrisiken erkennen, steigt die Bereitschaft, Anschaffungen auch mit Krediten zu tätigen.

Dieser Trend lässt sich eindeutig mit Zahlen belegen. So stieg die sogenannte „kreditbasierte Anschaffungsbereitschaft“ für Konsumgüter wie Fernseher, Computer oder Küchengeräte vom Frühjahr 2015 auf Frühjahr 2016 von 30% auf 37%. Das heißt: Immer mehr Menschen zahlen nicht mehr bar, sondern stottern ihre Anschaffungen zum Teil über Monate ab.


Vorsicht vor versteckten Kosten und Zusatzversicherungen


Dabei lassen sich viele Verbraucher von niedrigen Zinsen locken, die aber unterm Strich nicht unbedingt einen günstigen Kauf bedeuten. Oft lauern Fallen oder Zusatzkosten. So verstecken sich im Kleingedruckten manchmal zusätzliche Kosten etwa für die Kontoführung. Oder es müssen Zusatzversicherungen abgeschlossen werden wie z.B. eine Restschuldversicherung, Kreditausfallversicherung oder Ratenschutzversicherung. Gerade die sind aber häufig nicht zu empfehlen, weil sie wegen vieler Ausnahmeregelungen gerade dann nichts leisten, wenn es darauf ankommt.

Zudem ändert sich mit jeder Finanzierung das persönliche Bonitätsranking. Weil bei jeder Finanzierung gleichzeitig ein Kreditvertrag abgeschlossen wird, steht automatisch eine Bonitätsprüfung an. Und mit Bewilligung der Finanzierung gibt es einen Eintrag in die Schufa-Datei. Sollte aus irgendwelchen Gründen eine Rate einmal nicht bezahlt werden, kann es zu einem negativen Schufa-Eintrag kommen – und darunter leidet die Kreditwürdigkeit des Käufers.


Gut Ding will Weile haben


Grundsätzlich sind Kredite notwendig und für viele größere Anschaffungen genau das richtige Finanz-Werkzeug. Aber vor allem beim Konsum sollten Verbraucher vorsichtig sein und lieber etwas länger ansparen. So bleiben Sie für Notfälle gewappnet – und können später problemlos alles in bar bezahlen. Das perfekte Konto dafür ist ein gut verzinstes Tagesgeldkonto: Hier können Sie jederzeit freies Kapital anlegen und gleichzeitig noch gute Zinsen verdienen.

Hier finden Sie mehr Informationen zum Tagesgeld und der minutenschnellen online-Kontoeröffnung.
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