Tagesgeld: Keine Trendwende beim Leitzins in Sicht

02.11.2017

Die Europäische Zentralbank (EZB) wird im kommenden Jahr ihre monatlichen Anleihekäufe reduzieren. Sollte sich das Marktumfeld ungünstig entwickeln, wird die Notenbank das Volumen aber wieder erhöhen. Der von Sparern besonders beachtete Leitzins bleibt vorerst unangetastet. 

EZB-Chef Mario Draghi läutet eine sehr vorsichtige Wende bei der Geldpolitik ein – und hält für Sparer immer noch keine Geschenke parat. Zunächst einmal will die Notenbank im kommenden Jahr das Anleihekaufprogramm von 60 Milliarden Euro auf 30 Milliarden Euro pro Monat halbieren. Gleichzeitig wurde das Programm damit aber auch um neun Monate bis mindestens Ende September 2018 verlängert. Und danach muss noch lange nicht Schluss sein. Die EZB kündigte nämlich auch an, das Volumen notfalls wieder zu erhöhen oder den Zeitraum zu verlängern, sollte sich das Marktumfeld ungünstig entwickeln. Eine echte Trendwende sieht anders aus.

Seit März 2015 läuft das aktuelle Kaufprogramm, mit dem die Notenbank der Eurozone das Ziel verfolgt, die Kreditvergabe zu erleichtern und die Konjunktur anzukurbeln. Außerdem soll die Inflation auf einen Zielwert von zwei Prozent getrieben werden. Bis Mai 2017 gab die EZB dafür knapp 1,9 Billionen Euro aus. Durch die Verlängerung erhöht sich das angepeilte Gesamtvolumen nun um 270 Milliarden auf 2,55 Billionen Euro.

Die Wirtschaft wächst


Dabei zeigt das Wirtschaftswachstum nicht nur in Deutschland robuste Tendenzen. Draghi zufolge wachse die Wirtschaft der Eurozone sogar stärker als erwartet, daher könne die EZB die Unterstützungsmaßnahme auslaufen lassen. Mittelfristig sei auch davon auszugehen, dass die Inflationsrate steige. Eine starke geldpolitische Unterstützung sei aber weiterhin notwendig für die derzeit stabile Konjunktur.

Auch deshalb hält die EZB an ihrer Nullzinspolitik fest. Dies wird nach Auskunft der Notenbank auch noch lange nach Auslaufen der Anleihekäufe so bleiben. Hoffnungen auf eine schnelle Trendwende gibt es damit nicht, der Leitzins verharrt bei 0 Prozent.

Reserven bleiben wichtig


Natürlich waren die äußeren Rahmenbedingungen für Sparer damit schon einmal besser. Aber auch im aktuellen Umfeld gibt es lohnenswerte Anlagen. Mit der richtigen Mischung aus Festgeld und Tagesgeld können Sparer immer noch satte Zinsen verdienen und trotzdem für den Ernstfall gewappnet bleiben.

Experten empfehlen, immer rund 2 bis 3 Nettogehälter als Notfallreserve anzusparen. Das Geld kann dann auf dem Tagesgeldkonto geparkt und bei Ebbe auf dem Girokonto jederzeit transferiert werden. Bei der Sberbank Direct profitiert der Kunde sogar von einer vierteljährlichen Verzinsung - schon nach einem Quartal profitiert er also vom Zinseszinseffekt.

Kosten fallen übrigens nicht an, als moderne Online-Bank verzichtet die Sberbank Direct auf Eröffnungs- oder Transaktionskosten. Auch eine Mindestanlage gibt es nicht, Sparer können schon mit kleinen Beträgen anfangen und langfristig eine größere Summe ansparen.

Hier finden Sie mehr Informationen zum Tagesgeld und der minutenschnellen online-Kontoeröffnung.

RSS
Fragen & Antworten E-Mail Kontakt Hotline
© 2017 SberbankDirect, Sberbank Europe AG, Zweigniederlassung Deutschland