Festgeld: Bargeld verkümmert zinslos auf der hohen Kante

14.03.2017
Die Liebe zum Bargeld hat auch Folgen für die Deutsche Bundesbank: Im Vergleich müssen die Frankfurter deutlich mehr Geld drucken, als die Zentralbanken der anderen Euro-Länder. Für den Verbraucher sind die Folgen nicht gravierend, allerdings sollten sich Finanzfüchse nicht ausschließlich auf Münzen und Scheine konzentrieren.  

Während in den Nachbarländern munter mit der Karte bezahlt und das Plastikgeld selbst für Kleinigkeiten wie dem Coffee-to-go gezückt wird, bleibt der deutsche Verbraucher seinem Bargeld treu: Vier von fünf Einkäufe werden cash und auf der Stelle beglichen. Selbst im Urlaub streuen die Deutschen ihre Münzen und Scheine unters Händlervolk in Spanien, Italien oder Griechenland.

Seit der Einführung des Euro sind – zumindest innerhalb des Euro-Raums – auch finanzielle Barrieren gefallen. Für den spendierfreudigen Konsumenten entstehen dadurch also keine Probleme. Die Mehrarbeit bleibt dagegen bei der Deutschen Bundesbank in Frankfurt. Nach Berechnungen der Europäischen Zentralbank (EZB) musste die Bundesbank in den vergangenen Jahren mehr Banknoten drucken als alle anderen Zentralbanken der Euro-Zone zusammen. Nach offiziellen Zahlen sind insgesamt 1,1 Billionen Euro im Umlauf, davon stammen 592 Milliarden von der Bundesbank.


Clevere Sparer bunkern nicht zu Hause


Natürlich ist schon aufgrund der Größe der deutschen Volkswirtschaft der Bargeld-Bedarf höher als in anderen Ländern, das Ungleichgewicht ist jedoch verblüffend stark. Neben Deutschland stechen nur noch Luxemburg, Irland und Griechenland als „Bargeld-Länder“ hervor. Und vor allem in Griechenland und Deutschland wird das Geld auch gern zu Hause gebunkert – trotz der damit zusammenhängenden Nachteile. Einerseits ist das unter der Matratze oder hinter dem Kühlschrank aufbewahrte Geld immer einem möglichen Diebstahl ausgesetzt, andererseits verdient das Geld keine Zinsen und wird aufgrund der Inflation immer weniger wert.

Wer sein Geld wirklich sicher und zudem noch renditestark zurücklegen möchte, sollte also auf Bargeld verzichten und lieber ein Festgeldkonto abschließen. Konditionsstarke Banken bieten dieses Konto kostenlos an und zahlen dem Sparer zudem noch einen guten Zins. Bei der Sberbank Direct sogar bis zu 1,1% p.a. Auch um die Sicherheit muss sich niemand sorgen. Über einen Sicherungsfonds sind die Einlagen bis zu einer Höhe von 100.000 Euro pro Kunde abgesichert.


Für den täglichen Konsum ist Bargeld empfehlenswert


Und wie sieht es mit dem täglichen Konsum aus? Viele Experten raten tatsächlich dazu, im Alltag weiterhin auf Scheine und Münzen zu setzen. Wer ständig mit der Plastikkarte bezahlt, verliert schnell den Überblick über seine Ausgaben. Ideal ist es deshalb, zum Beispiel jeden Montag seine "Wochenration Cash" aus dem Geldautomaten zu ziehen. Als Sparrücklage taugt Bargeld dagegen nicht.

Interessant an den EZB-Zahlen ist noch die Geld-Ausgabe der Zentralbank in Luxemburg. Rein auf die Bevölkerung bezogen hätte das kleine Land erst knapp 3 Milliarden Euro verteilen müssen, gedruckt wurden aber schon knapp 96 Milliarden Euro. Auf Anfrage der Nachrichtenagentur Bloomberg konnte die EZB übrigens nicht erklären, wo diese vielen Scheine gelandet sind. Das Geld sei an Geschäftsbanken ausgegeben worden, hieß es lediglich.

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